Ausbildungsberufe bei Archiv, Bibliothek und Dokumentation
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Beamte und Beamtinnen im mittleren Archivdienst
Beamte und Beamtinnen im mittleren Archivdienst wirken bei der Übernahme und Ordnung von Behördenschriftgut mit, das archiviert werden muss. Dabei überprüfen sie zum Beispiel Nachlass- und Vormundschaftsakten der Amtsgerichte sowie Baupläne und Notariatsakten auf Archivwürdigkeit. Bei der Erstellung von Statistiken helfen sie mit und erteilen mündliche sowie schriftliche Auskünfte. Sie führen Datenbanken und Karteien und erledigen allgemeine Verwaltungsaufgaben. Sie arbeiten z.B. in staatlichen und kommunalen Archiven, Wirtschafts- und Parlamentsarchiven, Kirchenarchiven und Archiven von Parteien und Institutionen. Beamter/Beamtin im mittleren Archivdienst ist eine Ausbildung, die durch Verordnungen der einzelnen Bundesländer geregelt ist. Die 2-jährige Ausbildung wird nur vom Bundesland Bayern angeboten.
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv sichten, bewerten und archivieren Schriftgut sowie andere Informationsträger und pflegen den Archivbestand. Daneben organisieren und überwachen sie die Ausleihe.
Arbeitsplätze finden Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv unter anderem in der öffentlichen Verwaltung, in Museen und Unternehmen der Filmwirtschaft. Auch an Hochschulen oder bei Verbänden und Organisationen können sie beschäftigt sein. Ebenso sind sie in Firmen der Medien- und Informationsbranche tätig, etwa in den Archiven von Verlagen, Rundfunkveranstaltern oder Korrespondenz- und Nachrichtenbüros. Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft in folgenden Fachrichtungen angeboten:
Archiv
Bibliothek
Bildagenturen
Information und Dokumentation
Medizinische Dokumentation
Medizinische Dokumentare und Dokumentarinnen
Medizinische Dokumentare und Dokumentarinnenunterstützen Ärzte und Ärztinnen bei der Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie Wissenschaftler/innen in der Therapieforschung. Dabei erfassen, strukturieren und verschlüsseln sie medizinische Informationen und verwalten und pflegen die medizinischen Datenbestände.
Medizinische Dokumentare und Dokumentarinnen arbeiten in erster Linie in Arztpraxen und Krankenhäusern. Ebenso sind sie in der pharmazeutischen und chemischen Industrie, in Forschungsinstituten und in Gesundheitsämtern beschäftigt. Darüber hinaus können sie auch in medizinischen Fakultäten von Hochschulen sowie bei kassenärztlichen Vereinigungen und anderen Organisationen des Gesundheitswesens beschäftigt sein.
Geeignete Tätigkeitsfelder sind auch bei Herstellern medizinischer Software denkbar.
Medizinische/r Dokumentar/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Je nach Bundesland führt die Ausbildung zu unterschiedlichen Abschlussbezeichnungen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Ausbildungsgänge zum Medizinischen Dokumentar/zur Medizinischen Dokumentarin gibt es auch an anderen Bildungseinrichtungen. Ausbildung und Prüfung werden dort nach internen Regelungen der jeweiligen Bildungsträger durchgeführt.

