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Medien

Medien gehören festverankert zu unserem Leben. Dabei spielt es keine Rolle, ob man morgens die Zeitung liest, auf dem Weg zur Arbeit Radio hört, das Internet nutzt oder Fernsehen guckt. Auch Kinofilme und Bücher sind Medien, die ein zentraler Bestandteil des täglichen Geschehen geworden sind. Doch dienen Medien nicht nur der Unterhaltung, sie sind auch ein politisches Machtinstrument und gestalten und beeinflussen die gesellschaftliche und politische Interaktion.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen

  • Medien als Wirtschaftunternehmen (Sender, Verlage, etc) und
  • Medien als Kommunikationsträger (Zeitungen, DVD, CD, ...)

Das Medium steht zwischen Kommunikator und Rezipient/ Nutzer, zwischen einem Wahrnehmenden und einem Objekt.

 

Die Medienbranche

Die Medienbranche ist seit den achtziger Jahren im starken Wachstum. Viele sprechen von dem Beschäftigungsfeld der Zukunft. Besonders durch die rasante Entwicklung des Internets, den stetig ansteigenden Telekommunikationsmarkt und die Zunahme von privaten Medienunternehmungen wird das Arbeits- und Berufsleben stark beeinflusst.

Eine klare Definition des Begriffes gibt es allerdings nicht, da die Medienökonomie bislang (noch) keine etablierte Wissenschaft ist. Allgemein betrachtet sie das Wirtschaften in den Medien mit Medien innerhalb der Gesellschaft und untersucht, wie die Güter Information, Unterhaltung und Verbreitung in aktuellen Medien produziert, bereitgestellt und verteilt werden. Die Medienwirtschaft ist folglich das Sammeln, Aufbereiten, Produzieren und Distribuieren von Medieninhalten. Die tätigen Akteure sind hierbei Medienunternehmen, Haushalte, der Markt, die Wettbewerber, die Gesellschaft und der Staat.

Medienunternehmen sind die wirtschaftlichen Betriebe, die Inhalte produzieren und sie auf dem Markt verkaufen. Die Käufer sind dabei entweder Groß- und Einzelhändler oder private Haushalte. Die Medieninhalte sind oft nur kurz aktuell und somit von Interesse (Neuwert). Und alte oder bereits bekannte Nachrichten lassen sich nur schwer oder überhaupt nicht verkaufen. Deshalb ist es wichtig, dass die Zeitspanne zwischen Sammlung und Herstellung der Informationen und dem Publizieren so kurz wie möglich ist.

Beispiel: Als Barack Obama die Wahl gewonnen hatte wurden die Ergebnisse am Tag danach in allen Zeitungen veröffentlicht. Würde eine Zeitung erst zwei Tage später darüber berichten, wäre der Neuwert der Information gleich Null.

 

 

Medien als vierte Gewalt

Oftmals gelten Presse oder (Massen-)Medien in Demokratien als Vertreter des Volkes, legitimes Sprachrohr der politischen Meinungs- und Willensbildung. In Wirklichkeit nehmen jedoch mächtige Akteure (z. B. Regierungen, Großunternehmen) durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit (PR) regelmäßig mehr oder weniger verdeckten Einfluss auf die Berichterstattung. Dadurch gelingt es ihnen bisweilen, die "Volksmeinung" zu fälschen oder gar "fabrizieren".

 

Aus solchen Erfahrungen speist sich ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber der Vierten Gewalt. Der Begriff "Vierte Gewalt" dient in diesem Zusammenhang dazu, eine von der Verfassungstheorie abweichende unschöne Verfassungswirklichkeit anzuprangern.