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Die Geschichte der Medien

Antike

  • Bevor die Menschen anfingen zu schreiben verständigten sie sich per Rauch- oder Trommelzeichen, oder einfach durch weitererzählen. Zu diesem Zweck wurden Boten und auch Geschichtenerzähler eingesetzt, die von Region zu Region zogen um ihre Geschichten z erzählen und neue zu sammeln. Diese Art der Kommunikation war allerdings mühselig und brauchte viel Zeit.

3. Jhtd v. Chr.

  • Die älteste uns bekannte Schrift stammt aus der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Aus Mesopotamien. Wenige Jahrhunderte später entwickelten sich die ägyptischen Hieroglyphen, die mittels Bildsprache funktionierte. Das neue daran war, dass Informationen nun festgehalten werden konnten und vom Sender, Empfänger, Zeit und Ort unanhängig waren.
  • Ausgangspunkt der europäischen Schriften ist die griechische Schrift, von der sich die lateinische Schrift, die kyrillische Schrift und letzten Endes auch die Runen ableiten lassen. Das phonetische Alphabet entwickelte sich und Steine, Ton- und Wachstafeln wurden durch Papyrus abgelöst. Allerdings beherrschten nur wenige die Kunst des Lesens und Schreibens.

1. Jhdt v. Chr.

  • Die erste römische „Staatszeitung“ Acta Diurna aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. gilt als die erste überlieferte Publikationsform und somit als Ursprung des Journalismus. Die Redakteure dieses ersten grafischen Mediums wurden diurnarii genannt. Die Acta Diurna war allerdings keine Zeitung, sondern ein täglich erscheinendes Informationsblatt, um Informationen bekannt zu machen.
  • Zur selben Zeit erschien mit dem Commentarius Rerum Novarum die erste Wochenzeitung, die bereits eine ähnliches Themenspektrum wie heutige Zeitungen, eine Mischung aus offiziellen Informationen, Nachrichten und Unterhaltung, aufwies und die etwa 300 professionelle Schreiber erstellten.
  • Das Prinzip des Druckes war auch schon in der Antike bekannt. In den Gräbern von Theben und zu Babylon sind Ziegel mit eingeprägten Inschriften gefunden worden; ganz mit Schriftcharakteren bedeckt. In Athen wurden Landkarten in dünne Kupferplatten graviert. Römische Töpfer stempelten die von ihnen erzeugten Geschirre mit den Namen der Besteller oder mit der Angabe des Zweckes, für die sie bestimmt waren. Reiche Römer gaben ihren Kindern aus Elfenbein oder aus Metall erzeugte Alphabete zur Erleichterung des Lesenlernens.
  • Ein organisierter Nachrichtenverkehr entstand im Altertum zunächst aus militärischen und staatspolitischen Gründen. Dafür setzten de Perserkönige Kurier und Botendienste ein und Stafettensystem wurde eingeführt. Unter Kaiser Augustus breitete sich die Staatspost „cursus publicus“ über den ganzen Mittelmeerraum aus und ging sogar bis in die germanischen Provinzen.
  • Weiterhin wurden im Peloponnesischen Krieg noch Signalsysteme genutzt, der Vorgänger der Telegraphie. Um Nachrichten über eine weite Entfernung zu übermitteln eigneten sich die optischen Mittel besser als akustische. Man benutzte zu diesem Zweck nachts Feuer-, und tagsüber Rauchzeichen. Die Mitteilung wurde über 'Relaistationen' weitergeleitet und konnte so schnell über große Entfernungen übertragen werden, doch blieb der Inhalt der Nachricht immer sehr beschränkt. Deshalb war immer eine zusätzliche Übertragung durch Boten notwendig. Die optischen Zeichen wurden in der Regel nur als Alarmzeichen genutzt. Diese Art der Nachrichtenübermittlung fand - ebenso wie die akustische Übertragung - vor allem im militärischen Bereich Verwendung.

Mittelalter

 

  • Im Mittelalter führten ein hohes wirtschaftliches Interesse, politische Notwendigkeit und wissenschaftliche Aktivitäten zu einem breiten Spektrum von Kommunikationsformen. Zentrum der Kommunikation war der merkt, wo neben dem Handel auch die Neuigkeiten ausgetauscht worden. Auch hier gab es Spielmänner und Sprecher, die von Ort zu Ort zogen um die Menschen von neuen Ereignissen zu Unterrichten.
  • Man verbreitete zusätzlich, noch vor der Erfindung des Buchdrucks, wirtschaftliche Informationen an den Handelsplätzen (insbesondere auf Häfen) auf Flugblättern. Sie wurden in Italien avvisi und in deutschsprachigen Ländern Zeitung genannt.
  • Im 17. Jahrhundert wurden die Flugschriften und Blätter immer politischer, was vor allem an der Situation im Land und dem Dreißigjährigen Krieg lag. Die Bevölkerung wollte vermehrt und genauer über die politische Lage informiert werden. Nachgewiesen wurden für das 17. Jahrhundert mehr als 7.000 deutschsprachige politische Flugschriften und Flugblätter.
  • Der Buchdruck beschleunigte die Herstellung derartiger Informationsblätter, der Durchbruch des Journalismus ließ dennoch weitere Jahrhunderte auf sich warten, was vor allem an der damals noch langsamen Informationsübertragung auf dem Land- und Seeweg lag.
  • Mit den Kreuzzügen erwuchs allmählich das Verlangen nach Unterricht und Bildung des Geistes. Dieses Verlangen wurde immer mächtiger, so dass weltliche Hochschulen gegründet wurden. Die Tätigkeit der Bücher abschreibenden Mönche genügten dafür nicht mehr und eine eigene Kopistenzunft bildete sich neben ihnen. Der Schwerpunkt wurde in die bildliche Darstellung gelegt. Die Erläuterung durch Worte war eine höchst einfache und nebensächliche.
  • Doch bald druckte man auch Bücher ohne Bilder, allerdings von sehr geringem Umfang. Dabei wurden die Schriften hauptsächlich in Latein verfasst, was stark zur Internationalität beitrug. Zur Herstellung der Druckplatten bediente man sich zuerst dünner Metalltafeln, in die man die Zeichnung eingrub.

1418

  • Als das Verlangen nach bildlichen Darstellungen sich mehr und mehr verallgemeinerte, ging man um 1418 von den Metallplatten zu den billigeren und leichter zu bearbeitenden Holzplatten über.

1440

  • Mit der Erfindung Johannes Gutenbergs im 15. Jahrhundert breitete sich die Kunst des Buchdrucks in wenigen Jahrzehnten in ganz Europa aus und in den Jahrhunderten danach über die ganze Erde. Sie bezieht sich auf die Erfindung des Druckes mit beweglichen metallenen Lettern, die den Buchdruck vereinfachte und damit erschwinglich machte, nicht auf das Drucken von Büchern an sich.
  • Die Presse für den Buchdruck entwickelte sich im 15. Jahrhundert aus Pressen für die Weinkelterei und bestanden bis ins 19. Jahrhundert hinein aus Holz.

1470

  • Während es 1470 noch 17 Druckorte gab, erhöhte sich ihre Zahl bis zum Jahr 1490 auf 204 Druckorte. Bis 1500 gab es 252 Druckorte, von denen 62 im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation lagen. Zunächst wurden vor allem Ablassbriefe, Kalender, Donaten und Bücher gedruckt.
  • Der Buchdruck, so wie Gutenberg ihn erfunden hatte, hielt sich bis etwa 1930 in fast unveränderter Form. Zwar wurden neue Schriften geschnitten zum Beispiel Baskerville, Bodoni, Futura, doch änderte sich nichts an der Art der Arbeit.

1502

  • 1502 erschien die Newe zeytung, eine erstmals gedruckte, unperiodische Nachrichtenzusammenstellung. Die Neuen Zeitungen berichteten von aktuellen Ereignissen oder fassten die letzten politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Begebenheiten zusammen – bevorzugt Sensationsnachrichten. Sie kamen regelmäßig heraus, besaßen so schon (eine gewisse) Periodizität und Aktualität. Zwischen 1500 und 1700Circa gab es geschätzte 5000 bis 8000 Titel.

1605

  • 1605 gibt Johann Carolus in Straßburg erstmalig die Relation aller fürnemmen und gedenckwürdigen Historien heraus, die der Weltverband der Zeitungen als erste Zeitung der Welt anerkennt.[1] Damit darf Deutschland als Ursprungsland der Zeitung gelten. Als zweitälteste Zeitung erscheint ab 1609 der Aviso, Relation oder Zeitung

1631

  • 1631 gab der Franzose Théophraste Renaudot die erste Zeitung im modernen Sinne, La Gazette heraus und meldete ein Patent auf diese Art der Informationsverbreitung an. Renaudot gilt als Visionär des modernen Journalismus und als Erfinder der meisten journalistischen Darstellungsformen wie Kommentar oder Bericht, die noch heute in den Printmedien verwendet werden.
  • Bevor sich die Sprachübertragung mittels elektrischer Signale durchsetzte, gab es mehr oder weniger erfolgreiche Versuche für nichtelektrisches Fernsprechen. Um 1670 stellte Samuel Moreland in London Versuche an, Sprache mit Instrumenten zu übertragen, die einer Trompete ähnelten. Die Idee wurde etwa 100 Jahre später von Johann Heinrich Lambert nochmals aufgegriffen. Im 19. Jahrhundert wurden Sprechrohrleitungen dann für lange Zeit in der Dampfschifffahrt eingesetzt.

1670

  • Bevor sich die Sprachübertragung mittels elektrischer Signale durchsetzte, gab es mehr oder weniger erfolgreiche Versuche für nichtelektrisches Fernsprechen. Um 1670 stellte Samuel Moreland in London Versuche an, Sprache mit Instrumenten zu übertragen, die einer Trompete ähnelten. Die Idee wurde etwa 100 Jahre später von Johann Heinrich Lambert nochmals aufgegriffen. Im 19. Jahrhundert wurden Sprechrohrleitungen dann für lange Zeit in der Dampfschifffahrt eingesetzt.


18. Jhdt


1725

  • 1725 erscheint die erste Frauenzeitschrift, Die vernünftigen Tadlerinnen, herausgegeben von Johann Christoph Gottsched.

1750

  • 1750 konnten erst knapp 10 % der Bevölkerung lesen und schreiben, 1871waren es schon 88 %. Dadurch vergrößerte sich der Leserkreis der Zeitungsleser enorm.

1794

  • Entwicklung des Optischen Telegraphen (Frankreich)


19. Jhdt


1800

  • Ab Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch in den USA die ersten Zeitungen herausgegeben, die sich noch an die gebildete Elite richteten.

1809

  • Der Anatom Samuel Thomas von Soemmerring konstruierte in München einen elektrischen Telegrafen, bei dem jedes Zeichen durch einen eigenen Leiter übertragen und durch elektrochemische Zersetzung des Wassers signalisiert wurde.

1816

  • Francis Ronalds (London) entwickelt einen elektrischen Telegraphen und sendet Nachrichten über acht Meilen.
  • 1816 versuchte der wohlhabende Advokat Joseph Nicéphore Nièpce mit der Camera Obscura Papierbilder herzustellen. 1822 gelang ihm erstmals das Anfertigen einer lichtbeständigen Kupferstichkopie auf einer Glasplatte, 1824 auf einer beschichteten Zinkplatte. Das älteste erhaltene Bild, Heliografie genannt, stammt aus dem Frühherbst 1826. Es erforderte eine Belichtungszeit von acht Stunden.

1833

  • 1833 führen Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß Versuche mit einem elektromagnetischen Telegrafen durch.

1835

  • 1835 wurde mit dem New York Herald die erste Zeitung gegründet, die versuchte, objektiv und realistisch aktuelle Informationen zu liefern. Im selben Jahr wurde Havas, die erste Presseagentur, gegründet.
  • L. von Schilling-Cannstatt entwickelt in St. Petersburg einen Nadeltelegraphen, der durch Nadelausschläge die Ziffern 1 bis 10 angab.

1837

  • 1837 schuf der Engländer W. F. Cooke zusammen mit Charles Wheatstone die erste betriebssichere Signalleitung für eine Eisenbahnstrecke in England.
  • 1837 konstruiert und 1844 verbessert Samuel Morse einen Schreibtelegrafen

1843

  • Alexander Bain erhält ein Patent für ein Faxgerät und schafft damit die Grundlagen der Bildzerlegung.

1847

  • Am 1. Januar 1847 wurde zwischen Bremen und Bremerhaven die erste längere Telegrafenstrecke innerhalb Europas in Betrieb genommen.

1848

  • 1848 baut F. C. Backwell einen „Kopiertelegraphen“ nach Bains Prinzip der zeilenweisen Bildabtastung.
  • 1848 wird die Pressefreiheit durch die Paulskirchenverfassung erstmals gesetzlich verankert. Während des Ersten Weltkrieges wird die Pressefreiheit allerdings wieder aufgehoben und durch eine strenge Militärzensur ersetzt.

1850

  • 1850 werden Seekabel verlegt (Dover-Calais). Der erste Versuch, ein Seekabel zwischen Europa und Nordamerika zu verlegen, gelang 1858 – das Kabel funktionierte jedoch nur einige Wochen und musste dann als unbrauchbar aufgegeben werden. Erst 1866 – nach weiteren kostspieligen Fehlschlägen – wurde eine dauerhafte Telegrafenverbindung von Valentia (Irland) nach Heart's Content (Neufundland) hergestellt.

1854

  • 1854 legte der Pariser Telegraphenbeamte Charles Bourseul (1829-1912) ein Referat über mögliche Techniken der elektrischen Sprachübertragung vor. Dem folgten praktische Entwicklungen von prinzipiell funktionierenden Telefonapparaten unter anderem von Tivadar Puskás, Antonio Meucci, Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell.

1857

  • Im März 1857 meldete der Franzose Édouard-Léon Scott de Martinville den Phonautograph als Patent an. Ihm gelang es 1860, das französische Kinderlied „Au Clair de la Lune“ mit Hilfe eines großen Trichters einzufangen und mit einer Membran, die die Schwingungen auf eine Schweineborste übertrug, auf eine rußgeschwärzte Walze zu kratzen. Allerdings war sein Phonoautograph nicht dazu gedacht, den aufgezeichneten Schall auch wiederzugeben. Das schaffte erst die Erfindung des Amerikaners Thomas Alva Edison 1877, gebaut vom Appenzeller John Krüsi, der mit dem ebenfalls patentierten Phonograph weltberühmt wurde. Auch dessen erste Aufzeichnung war ein Kinderlied („Mary had a little lamb…“). Die Töne wurden zunächst in eine Zinnfolie geritzt, später auf einer Wachswalze mit wendelförmiger Tonspur in Höhenschrift gespeichert, wobei das Prinzip der Amplitudenauslenkung auch hier unmittelbar akustisch (Membran/Trichter) genutzt wurde.

1861

  • Der deutsche Lehrer Philipp Reis stellt einen dem heutigen Telefon ähnlichen Apparat zur Sprachübertragung der Öffentlichkeit vor.

1862

  • 1862 überträgt Giovanni Abbate Caselli einfache Zeichnungen per Draht von Amiens nach Paris.

1876

  • Dem in den USA lebenden Schotten Alexander Graham Bell wird das Patent für das erste Telefon erteilt.

1877

  • Auf Anordnung des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan wird der erste regelmäßige Fernsprechdienst betrieben.

1881

  • Das erste Berliner Fernsprechamt wird mit acht Teilnehmern eröffnet. Shelford Bidwell baut den „Telephotograph“. In Paris wird das Theatrophon erstmals vorgestellt. Es übertrug Opern- und Theateraufführungen über das Telefon.

1883

  • 1883 erfindet Paul Nipkow das elektrische Teleskop

1888

  • Erfindung des Grammophon
  • Die erste in größerem Maßstab industriell gefertigten Rollfilmkamera, die Kodak Nr. 1 kommt auf den MARKT.

1895

  • 1. Öffentliche Filmvorführung eines Stummfilms durch Lumière
  • Die technischen Grundlagen des Rundfunks wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert von Nikola Tesla erfunden und patentiert. Allerdings vernichtete 1895 ein Feuer seine fertige Anlage. Die Leistung der Erfindung des Radios wird häufig Guglielmo Marconi zugeschrieben, dessen Systeme als erste großflächig eingesetzt wurden, und der deshalb in vielen Geschichtsbüchern als der Erfinder der Technik gilt.

1896

  • Etwa zeitgleich entwickelte Alexander Popow das Radio. Er übermittelte 1896 die Wörter "Heinrich Hertz" an eine 250 Meter entfernte Empfangsstation. 1906 übertrug Reginald Fessenden Musik.

1897

  • 1897 entwickelt Ferdinand Braun zusammen mit Jonathan Zenneck die Kathodenstrahlröhre (Braunsche Röhre). Diese ist die Grundlage für die bis heute am weitesten verbreitete Methode, Bilder für das Fernsehen darzustellen. Die ersten Anwendungen fand sie in Messapparaturen.
  • Drahtlose Telegraphie (Marconi) ist möglich

1900

  • Constantin Perskyi prägt auf der Pariser Weltausstellung das Wort „Television“.
  • Im 19. Jahrhundert wurde das staatliche Anzeigenmonopol aufgehoben, dadurch entstand für das Zeitungswesen die zweite Einnahmequelle – der Anzeigenverkauf. Durch den Anzeigenverkauf konnte die Zeitung selbst noch günstiger verkauft werden, was zu einer wesentlich größeren Verbreitung führte.

 

 

20. Jhdt


1900

  • Der große kommerzielle Erfolg der Berliner-Schallplatte und der relativ schlechte patentrechtliche Schutz der Erfindung ermunterten ab etwa 1900 vor allem in Europa zahlreiche Unternehmer, die Produktion eigener Schallplatten und Abspielgeräte aufzunehmen. Binnen weniger Jahre entwickelte sich so ein äußerst innovativer, schnelllebiger Industriezweig, als dessen Zentren London, Paris, Hannover, Berlin und Wien galten. Preiswerte Grammophone einfacher Bauart kamen in vielfältigen Formen auf den Markt und ließen die Schallplatte zu einem auch für die Unterschicht erschwinglichen Unterhaltungsmedium werden. Bis 1914 entstanden alleine in Deutschland etwa 500 konkurrierende Schallplattenmarken.

1906

  • 1906 benutzen Max Dieckmann und G. Glage die Braunsche Röhre erstmals zur Wiedergabe von zwanzigzeiligen Schwarzweiß-Bildern. Damit war erstmals eine brauchbare Methode zur elektronischen Wiedergabe von Bildern gefunden; Boris L. Rozing schafft Schattenrisse auf Elektronenstrahlröhren.
  • Das erste Untersee-Fernsprechkabel wird im Bodensee verlegt.

1909

  • Der deutsche Physiker Ferdinand Braun bekam 1909 den Nobelpreis für Physik für seinen Beitrag zur Entwicklung der Telegrafie per Funk. Er teilte sich den Preis mit Guglielmo Marconi.
  • Ernst Ruhmer überträgt das Bild eines Kreuzes mit Hilfe von 25 Selenzellen auf eine Glühlampentafel
  • Im Ersten Weltkrieg kam es zu ersten Versuchen mit Röhrensendern und Rückkopplungs-Empfängern durch Hans Bredow und Alexander Meißner, bei denen bereits Musik übertragen wurde.

1915

  • Ab 1915 gab es in den USA erste Pläne für regelmäßig ausgestrahlte, kommerzielle Rundfunkprogramme. Zunächst wurden entsprechende Vorhaben jedoch nicht verwirklicht.

1919

  • Am 6. November 1919 sendete der niederländische Fabrikant Hanso Schotanus à Steringa Idzerda aus seiner privaten Wohnung in Den Haag die erste bekannte Radiosendung. Dieser sendete bis 1924 an vier Tagen in der Woche sein beliebtes Programm.

1920

  • 1920 nahm in Pittsburgh (USA) die erste kommerzielle Radiostation ihren regelmäßigen Betrieb auf.
  • Am 2. November 1920 begann mit einer Liveübertragung der Ergebnisse der amerikanischen Präsidentschaftswahl die allabendliche Ausstrahlung des Programms. Innerhalb weniger Monate folgte der regelmäßige Sendebetrieb anderer amerikanischer Sender. Firmen unterschiedlichster Branchen strahlten in Eigenverantwortung Shows und Programme zu Werbezwecken aus.
  • Am 22. Dezember 1920 fand in Deutschland die erste Rundfunkübertragung eines Instrumentalkonzerts durch den posteigenen Langwellensender in Königs Wusterhausen statt. Postbeamte spielten auf mitgebrachten Instrumenten, sangen Lieder und trugen Gedichte vor. Der Funkerberg gilt daher als die Geburtsstätte des öffentlichen Rundfunks in Deutschland.

1922

  • Ab 1922 wird der Wirtschaftsrundspruchdienst als erster regelmäßiger und gebührenpflichtiger Rundfunk betrieben.
  • Gründung der British Broadcasting Corporation (BBC).

1923

  • Am 6. April 1923 wird der erste Radioclub in Berlin gegründet sowie der Verband der Rundfunkindustrie in Berlin.
  • Als Geburtsstunde des deutschen Rundfunks gilt der 29. Oktober 1923. An diesem Tag wird die erste Unterhaltungssendung aus dem Vox-Haus ausgestrahlt. Als erster offizieller Rundfunkteilnehmer in Deutschland gilt der Berliner Zigarettenhändler Wilhelm Kollhoff.
  • Die erste kabellose Telegrafie eines Bildes von Europa nach Amerika fand 1923 statt.
  • 1923 stellt August Karolus in Leipzig sein erstes Fernsehgerät vor.

1924

  • Erste Rundfunk-Sender (Lausanne, Bern, Berlin)
  • Am 1. Januar 1924 gab es in Deutschland 1.580 Rundfunkteilnehmer. In den USA wurde im gleichen Jahr erstmals die Antrittsrede des Präsidenten über Rundfunk ausgestrahlt.
  • Erster Tonfilm

1926

  • Kenjiro Takayanagi gelingt die Übertragung eines Bildes auf rein elektronischem Weg
  • Die Entwicklung des Mobilfunks begann 1926 mit einem Telefondienst in Zügen der Deutschen Reichsbahn und Reichspost auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dieser Telefondienst wurde nur den Reisenden der 1. Klasse angeboten, doch schon 1918, rund fünf Jahre nach der Erfindung des Meißnerischen Röhrensenders, führte die Deutsche Reichsbahn im Raum Berlin Versuche mit Funktelefonen durch.

1928

  • NBC beginnt unter David Sarnoff mit dem Testbetrieb. John Logie Baird gelingt es, erste farbige Fernsehbilder zu übertragen.

1929

  • Am 8. März 1929 findet die erste Fernseh-Versuchssendung in Deutschland, eine Übertragung von Berlin-Witzleben nach Berlin-Tempelhof statt. Die ersten Fernsehbilder zeigten zwei Mädchen im Badeanzug und konnten nur im Berliner Reichspostzentralamt empfangen werden.
  • 1929 gründen die Firmen Bosch, Baird-TV, Zeiss-Ikon und Loewe die Fernseh-AG in Berlin.

1931

  • 1931 führt Manfred von Ardenne zur Funkausstellung in Berlin das erste vollelektronische Fernsehen vor.
  • Die Sendestation von CBS in New York City beginnt am 21. Juli 1931 damit, ein Fernsehprogramm auszustrahlen, das an allen Tagen der Wochen Sendungen anbietet.

1932

  • In diesem Jahr startet in Australien ABC, der erste Sender Australiens (Zu diesem Zeitpunkt nur Radio).

1933

  • 1933 geht mit der Zeit des Nationalsozialismus die inhaltliche Gleichschaltung der Presse und starke Eingriffe in der zuvor allein von ökonomischen Kriterien getragenen Verlagsstruktur einher. Die Pressefreiheit wurde abgeschafft und die Medien als staatliches Instrument der Propaganda in den Dienst des NS-Staates gestellt.
  • Im März 1933 wurde dazu als zentrale Überwachungs- und Anleitungsinstitution das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (Reichspropagandaministerium) unter Leitung von Joseph Goebbels geschaffen.

1935

  • Am 22. März 1935 beginnt der Berliner Fernsehsender Paul Nipkow mit der Ausstrahlung des ersten regelmäßigen Fernsehprogramms der Welt. An drei Wochentagen wurde von 20:30 bis 22 Uhr in dieser Reihenfolge ein „Aktueller Bildbericht“, „Künstler stellen sich vor“, „Ausschnitte aus Tonfilmen“ und Kulturfilme gezeigt. Am 9. April desselben Jahres wurde im Reichspostmuseum Berlin die erste Fernsehstube für die Öffentlichkeit eingerichtet.
  • Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) stellte 1935 in Berlin auf der 12. Grossen Deutschen Funk-Ausstellung das weltweit erste Tonbandgerät Magnetophon K 1 der Öffentlichkeit vor.
  • Erstmals werden Trägerfrequenz-Übertragungseinrichtungen auf Kabelleitungen eingesetzt

1936

  • Nach Versuchen wird die automatische Zeitansage in mehreren Städten endgültig installiert
  • 1936 leitet die Elektronen-Fernsehkamera das elektronische Fernsehzeitalter ein. Die erste elektronische Aufnahmekamera wird für die Direktübertragung der Olympischen Spiele in Berlin eingesetzt. Die Berliner können die Spiele in den Fernsehstuben verfolgen.
  • Am 2. November ist der Start des ersten Senders im Vereinigten Königreich, der BBC 1.

1943

  • 1943 wurde Nikola Tesla nach seinem Tode Gerechtigkeit zuteil, als das Oberste Patentgericht der USA entschied, dass es sich bei Tesla um den wahren Erfinder des Radios handelt.

1944

  • Am 19. Oktober 1944 stellt der Deutsche Fernsehrundfunk "Fernsehsender Paul Nipkow" seinen Sendebetrieb endgültig ein.

1945

  • Computer (ENIAC)
  • 1945 schufen die Siegermächte durch das Verbot der bestehenden Zeitungen und ihre Lizenzpolitik die Grundlage für den vollständigen Neuaufbau des Pressewesens sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der Deutschen Demokratischen Republik.
  • Ab September 1945 erschienen Zeitschriften in Lizenz. Sie sollten sich vor allem mit politischen Hintergrundinformationen befassen. Alliierte ließen in ihnen vergleichsweise früh auch kritische Diskussionen zur Kriegsschuldfrage und zu Wiederaufbauplänen zu.

1946

  • Die sowjetische Besatzungsmacht und später die DDR-Regierung vergaben Lizenzen nur an Parteien und große Organisationen. Lediglich zwischen 1946 und 1953 konnten auch private Tageszeitungen erscheinen. Die Lizenzen waren bis zum Zusammenbruch der DDR nötig, um einen Titel publizieren zu dürfen. Die Anzahl der Tageszeitungen der DDR blieb dadurch während der vierzig Jahre nahezu konstant.

1947

  • Transistorradio

1949

  • Am 21. September 1949 wurde in Westdeutschland die Generallizenz erteilt und jeder konnte eine Zeitung gründen. Die meisten danach erscheinenden Zeitungen wurden von den so genannten Altverlegern gegründet. Sie hatten sich bereit 1948 neu in einem Verband formiert. Der Rückkehr auf den Pressemarkt gelang jedoch nur teilweise, da die Lizenzblätter sich bis 1949 weitgehend auch wirtschaftlich etabliert hatten. Durch die Generallizenz kam es seit 1949 zu einem starken Anstieg der Zeitungszahl/Titelanzahl.
  • Am 1. November 1949 erschien die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Nachfolgezeitung der Frankfurter Zeitung.
  • Die Deutsche Presseagentur wird 1949 durch einen Zusammenschluss der Deutschen Nachrichtenagentur, der Süddeutschen Nachrichtenagentur und dem Deutschen Pressedienst gegründet. Sie ist bis heute die größte deutschsprachige Agentur. Die zunehmende Konkurrenz vor allem unter den Lokalzeitungen führte zu einem starken Verdrängungswettbewerb zwischen den Zeitungen aus der Lizenzphase und der Presse der Altverleger. Meistens mussten letztere wieder aufgeben, da sich die Lizenzpresse meist bereits eine treue Leserschaft aufbauen konnte.

1950

  • Um 1950 hatte der interpretative Journalismus die dominante Rolle unter den Ausprägungsformen in seiner Disziplin errungen.
  • Das Fernsehen sorgte Ende der 40er-Jahre für einen weiteren Quantensprung, da nun die Informationen live mitsamt Bildern übertragen werden konnten und die Nutzer die Möglichkeit hatten, einem Ereignis praktisch aus der Ferne beizuwohnen. Es hatte einen großen Einfluss auf den politischen Journalismus, da sich die Politiker nun live bei Interviews und Talkrunden zeigen konnten, wodurch die Berichterstattung und damit auch deren Aufnahme durch die Bevölkerung personenbezogener wurde. Diese neuen Medien sorgten für eine Spezialisierung innerhalb des Berufes. Während Fernsehen und Radio zum Ort für informativen Journalismus wurden, auch weil lange Analysen und Kommentare dort störend sind, spezialisierten sich die Printmedien auf die Nischen des interpretativen und des Meinungsjournalismus. Die Art, die Texte zu schreiben, wurde für jedes Medium anders.
  • Ab den 50er-Jahren erlebte die Form des investigativen Journalismus seine Blütezeit. Hierbei handelte es sich um gezielte Recherchen der Medien zu speziellen, insbesondere politischen Themen, die der Öffentlichkeit bisher verborgen geblieben waren. Die Journalisten konnten so mehrere Skandale aufdecken. Der bekannteste Fall war die sogenannte Watergate-Affäre Anfang der 70er-Jahre, die zum Rücktritt des damaligen Präsidenten der USA, Richard Nixon, führte.
  • Die Deutsche Bundespost wird mit 1,2 Millionen Telefonkunden gegründet
  • Ab dem 27. November strahlt der NWDR (Hamburg) an drei Tagen in der Woche ein Fernseh-Versuchsprogramm aus.

1952

  • Am 6. September geht die Canadian Broadcasting Corporation auf Sendung in Kanada.
  • Am 21. Dezember, an Stalins Geburtstag, beginnt das Fernseh-Versuchsprogramm des Fernsehzentrums Berlin – später Deutscher Fernsehfunk der DDR (Berlin-Adlershof) mit der Sendung Aktuelle Kamera.
  • Ab dem 25. Dezember startet in der Bundesrepublik Deutschland das tägliche Fernsehprogramm. Gesendet wird aus Hamburg. Es werden 4.000 Fernsehgeräte verkauft.
  • Die Bild-Zeitung erschien am 24. Juni 1952 erstmals mit einer Gesamtauflage von 250.000 Exemplaren.

1954

  • In Amerika wird die NTSC-Norm für Farbfernsehen eingeführt.
  • Am 1. November beginnt das Gemeinschaftsprogramm Deutsches Fernsehen der Landesrundfunkanstalten (unter dem Dach der ARD) mit seinem Programm.
  • Ab 1954 tritt eine starke Pressekonzentration ein, die besonders die Zahl der kleineren Lokalzeitungen dezimierte und die Stellung der großen Verlage erheblich verbesserte. Die Zahl der Einzeitungskreise verdoppelte sich

1955

  • 1955 wurde von den Bell Telephone Laboratories das Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) entwickelt. Diese Art der Anwahl über Tasten ist heute die gebräuchlichste bei analogen Telefonen.

1956

  • 1956 wird der Deutsche Presserat gegründet.
  • Am 3. Januar beginnt der Deutsche Fernsehfunk (DFF) den Regelbetrieb.
  • Ampex stellt sein Quadruplex-System vor, die erste analoge Magnetaufzeichnungs-Anlage mit sendetauglicher Schwarzweißqualität.

1957

  • Ampex führt den Farbvideorekorder ein.
  • Die ersten deutschlandweit verwendbaren Autotelefone gab es 1958. Die Geräte waren wegen der für die Funktechnik verwendeten Vakuumröhren recht groß. Gespräche wurden handvermittelt, die Gerätepreise lagen bei ca. 50 % des Wagenpreises.

1960

  • Am 12. August wird mit Echo 1 der erste passive Kommunikationssatellit in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht. Die Qualität der übertragenen Fernsehbilder ist allerdings mäßig.

1961

  • Am 1. Juni startet mit ARD 2 ein zweites Fernsehprogramm der deutschen Rundfunkanstalten.

1962

  • Am 10. Juli wird der erste aktive Fernmeldesatellit Telstar in seine Umlaufbahn gebracht; mit dessen Hilfe erfolgt am 23. Juli die erste Liveübertragung für die Eurovision aus den USA.
  • BBC 2, der zweite Sender im Vereinigten Königreich, startet.
  • Am 1. Januar 1962 nimmt der 1960 per Bundesgesetz gegründete Deutschlandfunk seinen Sendebetrieb auf Lang- und Mittelwelle mit einem in weiten Teilen Europas empfangbaren Informationsprogramm auf. Zielgruppe des Programms waren vor allem die Hörerinnen und Hörer in der DDR und - mit den später auf Mittelwelle aufgenommenen Fremdsprachensendungen - Osteuropa, er bildete praktisch das Gegenstück zum Deutschlandsender, dem Hörfunkprogramm des Rundfunks der DDR. In den 60er- bis Ende der 80-Jahren hatten in Westdeutschland die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und in Ostdeutschland der staatliche Rundfunk der DDR eine Monopolstellung. Das kulturelle Engagement der ARD-Sender wurde in den 70er-Jahren nicht weiter ausgebaut und in den folgenden zwei Jahrzehnten Schritt für Schritt zurückgefahren. Während in Ostdeutschland der staatliche Rundfunk weiterhin als einziger Anbieter von Hörfunkprogrammen zugelassen war, nahmen in Westdeutschland Mitte der 80-Jahre private Radiostationen den Betrieb auf. Es ist der Beginn des sogenannten „dualen Rundfunksystems“.

1963

  • Am 1. April schlägt Walter Bruch das PAL-Verfahren für das Farbfernsehen vor.
  • Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mit Sitz in Mainz strahlt zum ersten Mal sein Programm aus.
  • Vorgestellt wurde der erste Kassettenrekorder (Philips EL 3300) im August 1963 auf der 23. Grossen Deutschen Funk-Ausstellung in Berlin. Er kostete 299 DM und konnte nur mit Batterien betrieben werden. Die Firma Grundig AG brachte 1965 ein alternatives System heraus, das Kassettengerät C 100 mit Kassetten, die etwas größer waren als die Compact Cassette. Das System konnte sich aber nicht durchsetzen und wurde wieder vom Markt genommen. Auch von Sony gab es einige Jahre später einen Versuch, ein Kassettensystem mit gegenüber der Compact Cassette erheblich verbesserter Klangqualität auf den Markt zu bringen, doch auch diesem System war langfristig kein Erfolg beschieden. Die Compact Cassette war ursprünglich für Diktiergeräte gedacht, wurde aber bald auch als Speichermedium für Musik genutzt. Insbesondere Jugendliche waren von der Möglichkeit begeistert, auf billige und einfache Art ihre Lieblingshits aus dem Radio aufnehmen zu können. Schon bald gab es Kombigeräte mit Radio, später auch in Stereo.

1966

  • Zwischen 1966 und 1967 wird das PAL-Verfahren von den meisten westeuropäischen Staaten übernommen.

1967

  • Am 25. August eröffnet Außenminister Willy Brandt das deutsche Farbfernsehen auf der Funkausstellung in Berlin.

1968

  • 1968 folgten dem auf den Studentenführer Rudi Dutschke verübten Attentat Studentenunruhen gegen den Axel-Springer-Verlag.
  • U-matic wurde ab dem Jahr 1968/1969 ursprünglich für den Konsumentenmarkt entwickelt, dann jedoch im institutionellen Bereich und im Profi-Sektor eingesetzt, bis es 20 Jahre später weitgehend vom Format Betacam SP abgelöst war. Das U-matic-Format war zuerst als Schulungssytem gedacht, es wurde vor allem bei Banken, und bei großen Firmen eingestetzt. Auf dem Band war auf dem linken Kanal der Ton, auf dem rechten der Datenstrom für den Computer der das Band dann stoppte und man konnte die Fragen des Lehrfilmsegments beantworten, bevor das Gerät wieder in den Play-Modus ging. Dann aber wurde es zunehmend als Modifiziertes High Band System in der elektronischen Berichterstattung (EB) eingesetzt. Mittels U-matic gelang erstmalig eine Ü-Wagen- und Netzunabhängige Elektronische Berichterstattung (EB) mit Handkamera und umgehängtem Recorder.

1969

  • Am 20. Juli findet nach der Mondlandung des amerikanischen Raumschiffs Apollo 11 die erste Live-Übertragung vom Mond statt.
  • Videorecorder
  • ARPANET (Vorläufer des Internet)

1970

  • Erstmals ist eine direkte Durchwahl nach Amerika möglich
  • In den 1970-ern entwickelten Grundig und Philips ihr bereits eingeführtes, bandbasiertes Schwarzweiß-System (LDL) weiter. Die VCR-Kassetten waren ungefähr so groß wie CDs, nur deutlich dicker. Die Bandspulen waren übereinander angeordnet. Dies ermöglichte recht große Spulen in einem relativ kompakten Format.

1972

  • Video-Games
  • Vom 26. August bis 11. September lieferten ARD und ZDF gemeinsam durch das von ihnen gegründete Deutsche Olympia Zentrum (DOZ) ein volles Programm in Farbe von den XX. Olympischen Sommerspielen an alle Fernsehanstalten der Welt.
  • In den USA geht der Bezahlfernsehsender Home Box Office auf Sendung, ab 1975 wird auch über Satellit ausgestrahlt.
  • Am 11. Februar wird der Deutsche Fernsehfunk (DFF) in Fernsehen der DDR (DDR-FS) umbenannt (bis 4. März 1990).

1975

  • Betamax von Sony, ein Halbzoll-Magnetbandsystem zur Aufzeichnung von analogen Video- und Audiosignalen, wurde für den Endverbrauchermarkt entwickelt und erschien 1975 erstmals in den USA und Japan auf den Markt. Die Einführung in der Bundesrepublik Deutschland erfolgte 1978.

1976

  • 1976 ist der Prozess der Pressekonzentration weitgehend gestoppt, und bis zur Wiedervereinigung hat sich die größen- und zahlenmäßige Struktur der Presselandschaft nicht mehr tief greifend verändert.
  • VHS ist ein von der Firma JVC entwickeltes analoges und zuerst 1976 in Japan auf den Markt gebrachtes Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem für Videorekorder. Zunächst als reines NTSC-System in Japan auf den Markt gebracht, wurde VHS in Europa in den Jahren ab 1980 zum Standard im Heimvideobereich, nachdem es sich auf dem Markt gegen Sonys Betamax und Video2000 von Grundig und Philips durchgesetzt hatte. Pikanterweise beruht die VHS-Entwicklung auf einem Sony-Patent, das JVC erworben hatte. Ein Hauptgrund für den Erfolg waren die von den Systemerfindern der anderen Formate verlangten Lizenzgebühren, während JVC die Lizenzvergabe deutlich großzügiger gestaltete als die Konkurrenz. Dies führte zum Formatkrieg.
  • In den 1970er Jahren experimentierten Techniker vieler Elektronikkonzerne mit digitaler Audio-Aufzeichnung. Die ersten Prototypen basierten auf magnetischen Speichermedien, wie etwa der klassischen Audiokassette.

1977

  • PC: Apple II

1978

  • 1978 erscheint die tageszeitung (taz).

1979

  • Walkman

1979

  • Video 2000 ist ein System für die analoge Aufzeichnung von Farb-Video in PAL und SECAM auf Magnetband. Es wurde von den Firmen Grundig und Philips entwickelt und 1979 als Nachfolger des von beiden Firmen bereits 1971 eingeführten VCR-Systems auf den Markt gebracht. Video 2000 war als europäische Antwort auf das VHS des japanischen Matsushita-Konzerns (Markenname JVC, später auch Panasonic) und Sonys Betamax gedacht, konnte sich auf dem Markt gegen die Konkurrenten allerdings nicht behaupten

1980

  • Anfang der 1980er Jahre wurde die Fernsehtechnik durch analogen Stereo-Ton (mittels zweier Tonunterträger) sowie um den sogenannten Tele- bzw. Videotext ergänzt.
  • Ted Turner gründet den Nachrichtensender CNN (USA).
  • Im Jahr 1980 wurde von Philips und Sony für Audioaufnahmen der „Red Book“-Standard festgelegt. Der Durchmesser des Innenloches der CD (15 mm) wurde eher durch Zufall durch die niederländischen Philips-Entwickler bestimmt. Als Maßstab diente hierfür das im Übrigen seinerzeit weltweit kleinste Geldstück, das niederländische 10-Cent-Stück (das so genannte Dubbeltje), das ein Entwickler bei der Festlegung des Durchmessers dabei hatte. Auf der Funkausstellung 1981 in Berlin wurde die CD erstmals öffentlich vorgestellt. Im Jahr darauf, am 17. August 1982, begann in Langenhagen bei Hannover, in den Produktionsstätten der damaligen Polygram, die weltweit erste industrielle Produktion des letzten ABBA-Albums The Visitors[4], und zwar noch bevor am 1. Oktober 1982 der erste in Serie produzierte CD-Spieler auf dem Markt angeboten werden konnte. Im Jahr 1988 wurden weltweit bereits 100 Millionen Audio-CDs produziert. [5][6] Ab dem Jahr 1988 gab es Systeme, mit denen CDs gebrannt werden konnten, und nicht mehr wie bis dahin gepresst werden mussten.

1981

  • MTV geht auf Sendung. Das Programm wird im Kabelnetz in New York, bald auch in den ganzen USA verbreitet.

1982

  • Compact Disc
  • Noch vor dem Sendestart der privaten deutschen Programme 1984, beginnt am 11. November in Freising der Vertrieb eines monatlichen Nachrichtenvideobandes unter dem Namen Freising im Bild. Seit 20. März 1986 wird Freising im Bild als regelmäßiges Fernsehprogramm der Region auch im Kabelnetz von Freising ausgestrahlt.
  • TCP/IP-Protokoll (Internet)

1984

  • 1./2. Januar: Die ersten bundesweiten privaten Fernsehsender (RTL und Sat.1 (noch als PKS)) starten in Deutschland.
  • Regional geht Musicbox, der Vorgänger von Tele5, in München auf Sendung.
  • In Ludwigshafen starten ZDF2, (der Vorgänger von 3Sat) und ZDF Musikkanal.
  • Start von Teleclub, des ersten deutschsprachigen Bezahlfernsehsenders. Das Programm besteht aus Spielfilmen.
  • In Frankreich geht Canal Plus auf Sendung.
  • Am 1. Dezember wird aus ZDF2 das Programm 3Sat.
  • In Großbritannien startet die englische Musicbox, der Vorgänger von Super Channel.
  • Handy (C-Netz)

1985

  • In den USA geht der Discovery Channel auf Sendung.
  • Am 14. März des Jahres wird TRP1, das erste Lokalfernsehen der Region Passau, gestartet.
  • Ab 1985 gab es in Deutschland und Österreich das kleinzellige analoge C-Netz. Es ermöglichte eine geringere Sendeleistung der Telefone und damit eine Verkleinerung der Geräte. Die „Portables“, kleine Kistchen mit Tragegriff und einem angeschlossenen Telefonhörer sowie einer längeren Antenne, waren geboren. 1983 stellte Motorola das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon „Dynatac 8000x“ vor. Als Erfinder gilt der Motorola-Designer Rudy Krolopp.
  • Durch die Einführung flächendeckender digitaler Mobilfunknetze (D-Netz Ende 1980er-/Anfang 1990er-Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz) konnte die benötigte Batterieleistung der Mobiltelefone und damit auch deren Größe erneut vermindert werden.

1987

  • Am 1. Mai beginnt Eureka TV, Vorgänger von ProSieben, mit seinem Sendebetrieb.
  • Am 1. August des Jahres startet der erste reine Musiksender aus Großbritannien für Europa: MTV Europe.
  • Ebenso aus Großbritannien sendet seit 1987 der Super Channel für Europa.
  • ISDN wird mit 750 Testern gestartet

1988

  • Am 11. Januar geht der Musicbox-Nachfolger Tele 5 mit einem Mix aus Musik und Lifestyle auf Sendung.
  • Imparja Television geht am 2. Januar in Australien auf Sendung, er gilt als erster Fernsehsender für Aborigines.
  • Das österreichische Fernsehen führt auf ORF 2 (damals FS2) regelmäßige Sendungen für die einzelnen Bundesländer ein, nachdem die technischen Voraussetzungen (Auseinanderschaltbarkeit der Sendeanlagen) geschaffen wurden.
  • In Österreich werden nach Sendeschluss die Sendeanlagen nicht mehr abgeschaltet, in den programmfreien Zeiten ist jetzt auch in den Nachtstunden immer das Testbild zu sehen.
  • Am 23. Juli 1988 wurde mit Radio Dreyeckland in Freiburg das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos wurde. In der Schweiz ging am 14. November 1983 das freie Radio Radio LoRa in Zürich auf Sendung. In dem Zusammenhang mit den „freien Radiostationen“ spricht man auch vom „trialen Rundfunksystem“, damit ist die Dreiteilung der vorhandenen Frequenzen auf die drei Standbeine öffentlich-rechtlicher, kommerzieller und gemeinnütziger freier Rundfunkveranstalter gemeint.

1989

  • World Wide Web
  • Am 1. Januar geht das heutige ProSieben auf Sendung, nachdem dessen Vorgänger – Eureka TV – um 24:00 Uhr seinen Sendebetrieb einstellte.
  • Im Februar startet EuroSport mit sein Programm.
  • Am 4. März wird das Fernsehen der DDR (DDR-FS) wieder in Deutscher Fernsehfunk (DFF) zurück benannt.

1991

  • Der deutsche Bezahlfernsehsender Premiere nimmt seinen Sendebetrieb auf.
  • 31. Dezember: Abschaltung des Deutschen Fernsehfunks DFF
  • Sendestart des internationalen britischen Fernsehsenders BBC World
  • Ab 1991 gewinnt die Digitalfotografie zunehmend an Bedeutung durch die Vorstellung erster Profi-Kameras (Digital Camera System oder DCS, eine Gemeinschaftsentwicklung von Kodak und Nikon). In den folgenden Jahren wird die Bildauflösung der digitalen Fotoapparate kontinuierlich gesteigert; im Jahr 2004 gelten fünf Megapixel als Standard, hochwertige Apparate liefern Auflösungen zwischen sechs und 39 Megapixeln, die auch Ausbelichtungen in Postergrößen ermöglichen.
  • Die MD wurde im Mai 1991 vorgestellt, der Verkauf begann ein Jahr darauf mit dem Sony MZ-1. Das Angebot an Wiedergabe- und Aufnahmegeräten ist jedoch durch das Aufkommen der MP3-Player seit 2003 stark zurückgegangen. 1

1992

  • Am 29. Februar um 10:00 Uhr, nimmt der Kabelkanal (Vorgänger von kabel eins) seinen Programmbetrieb auf. Er ist exklusiv in den Kabelnetzen der Deutschen Telekom empfangbar.
  • ARTE wird durch einen Staatsvertrag zwischen dem französischen Staat und den deutschen Bundesländern gegründet und geht im Mai 1992 auf Sendung.
  • Am 1. Januar geht das deutsche Auslandsfernsehen DW TV auf Sendung.
  • Am 1. Oktober des Jahres geht Cartoon Network in den USA auf Sendung.
  • Am 30. November des Jahres geht der erste Nachrichtensender Deutschlands auf Sendung: n-tv.
  • 1992 wurde das erste GSM-fähige Mobilgerät von Motorola, das International 3200, vorgestellt. Die Entwicklung geht zunehmend in Richtung Multifunktionsgeräte mit Funktionen wie IP-Telefonie, Uhr, Kamera, MP3-Player, Navigationsgerät, Taschenrechner und Spielkonsole. Für diese Geräte hat sich inzwischen die Bezeichnung Smartphone oder auch PDA-Phone durchgesetzt.

1993

  • DSF löst Tele 5 am 1. Januar 0.00 Uhr mit einem Sportangebot ab.
  • Am 25. Januar geht VOX auf Sendung.
  • Am 6. März geht RTL 2 auf Sendung.
  • Am 1. Dezember des Jahres wird der erste deutsche Musiksender gestartet: VIVA.
  • Am 17. September geht das Cartoon Network in Großbritannien auf Sendung.
  • Am 1. November steigt NBC ins europäische Fernsehgeschäft ein: NBC Super Channel ist geboren.

1994

  • Sky 1 oder auch Orange geht in Neuseeland auf Sendung.
  • Am 24. Dezember erfolgt die Umbenennung des Kabelkanals in Kabel 1 (heute: kabel eins), der sich damit auf die bevorstehende freie Satellitenabstrahlung vorbereitet.
  • Am 28. Februar des Jahres startet Franken TV, der erste Sender der Region Franken.
  • 1994: Postreform II in Deutschland

1995

  • Im Januar startet der internationale britische Fernsehsender BBC Prime.
  • Die österreichischen Fernsehprogramme senden jetzt rund um die Uhr.
  • Am 11. März ist MTV dem Konkurrenten VIVA sieben Tage voraus und startet sein Oldie- und 80/90er Pop-Programm VH-1.
  • Am 18. März startet VIVA Zwei, auch als 80/90er-Popkanal.
  • Am 28. April geht Super RTL auf Sendung, der erste deutsche Sender, der sein Programm größtenteils für Kinder und Jugendliche produziert.
  • Seit 5. Juli sendet die deutsche Version von Nickelodeon. Bereits drei Jahre später, stellt der Sender seinen Sendebetrieb wieder ein.
  • Am 25. August: Start des als Frauensender konzipierten tm3.
  • Am 15. Oktober des Jahres geht Deutschlands erster Homeshopping-Kanal auf Sendung: HSE24.
  • Mitte der 1990er begannen Verlage von Zeitungen und Zeitschriften damit, ihre gedruckten Ausgaben durch Internet-Präsenzen zu ergänzen. Vorreiter dieser Entwicklung in Deutschland war die Schweriner Volkszeitung, deren Webauftritt bereits am 5. Mai 1995 online ging. Sie war damit die erste deutsche Tageszeitung im Internet. Zunächst veröffentlichten die Presseerzeugnisse ihre gedruckten Texte 1:1 im Internet. Erst allmählich entstand ein eigenständiger Online-Journalismus.
  • Mitte der 1990er Jahre konnte sich die Compact-Disc als Massenspeicher-Medium bei Computern durchsetzen, ein Medium, mit dem Videos ähnlich komfortabel gehandhabt werden konnten wie Musik- und Sprachaufnahmen mit der CD. Die Unterhaltungsindustrie arbeitete daran, die Speicherkapazität der CD weiter zu erhöhen. 1995 gab es einen Standard: die DVD. Da die DVD zunächst als reines Speichermedium für Videodaten gedacht war, stand DVD anfangs für „Digital Video Disc“. Dies wurde jedoch geändert, als andere Verwendungsmöglichkeiten abzusehen waren. Als Alternative wurde „Digital Versatile Disc“ (versatile = vielseitig) ins Spiel gebracht, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der aktuelle offizielle Standpunkt des DVD-Forums ist, dass DVD einfach drei Buchstaben ohne exakt festgelegte Bedeutung sind. Ein Jahr später kamen die ersten Abspielgeräte und DVD-Medien in den Handel.

1996

  • Die skandinavische Version von Nickelodeon ging auf Sendung.
  • Der Fernsehsender Animal Planet geht auf Sendung.
  • Am 6. Januar geht mit Onyx der fünfte deutsche Musiksender auf Sendung.
  • Am 1. Dezember des Jahres startet Deutschlands zweiter Homeshopping-Kanal QVC.
  • Der erste Sender der Oberpfalz wird am 1. März des Jahres gestartet: Oberpfalz TV.
  • Am 28. Juli des Jahres wird Deutschlands erster digitaler Bezahlfernsehsender DF1 ausgestrahlt, unter anderem auch der erste 24-Stunden-Kindersender: Junior.
  • Der britische Auslandssender UK.TV wird in Australien gestartet.
  • Am 1. Oktober des Jahres ging Men & Motors auf Sendung in Großbritannien
  • 1996: Postreform III in Deutschland
  • 1996: In den USA wird durch den Telecommunications Act eine Deregulierung des Telekommunikationsmarktes in Bewegung gesetzt.
  • 1996 Digital Versatile Disc (DVD)

1997

  • Der Musiksender Juice TV geht in Neuseeland auf Sendung.
  • Der Musiksender C4 geht unter dem Namen TV 4 in Neuseeland auf Sendung.
  • KI.KA, der erste deutsche Sender, der nur Kinderprogramm sendet, geht am 1. Januar auf Sendung.
  • Am 7. März geht mit MTV Central die deutsche Version von MTV auf Sendung.
  • Am 30. März startete Five in Großbritannien.
  • Im September startet der National Geographic Channel in Europa und Australien.
  • Am 7. Dezember startete der Fernsehsender ITV2 in Großbritannien.

1998

  • Der National Geographic Channel geht im Juli des Jahres auch erstmal in Asien auf Sendung.
  • Start des internationalen britischen Fernsehsenders BBC America in den USA am 29. März
  • Das deutsche Nickelodeon stellt seinen Sendebetrieb am 31. Mai ein.
  • Computer im Fernsehen: Am 30. Juni geht das interaktive Programm NBC Giga auf Sendung.

1999

  • Am 15. März geht der schwedischsprachige Nachrichtensender SVT24 in Schweden auf Sendung.
  • Am 1. Oktober des Jahres geht der DF1 Nachfolger Premiere World auf Sendung, am 16. Oktober folgt im Premiere World-Paket der zweite 24-Stunden-Kindersender Deutschlands: Disney Channel.
  • 1999 kamen die ersten DVD-Brenner in den Handel, die Preise lagen jedoch bei weit über 2.500 DM.

21. Jhdt


2000

  • Das beginnende 21. Jahrhundert ist einerseits gekennzeichnet durch eine Verdrängung von analoger Fototechnik zugunsten digitaler Verfahren, andererseits durch eine Konvergenz von Computertechnik, Videotechnik und digitaler Fotografie. Im Heimanwenderbereich haben sich Digitalkameras ab etwa 2003 durchgesetzt; in diesem Jahr wurden auch erstmals mehr Digitalkameras als analoge Apparate verkauft. Gleichzeitig setzte auch eine Überlastung des Marktes ein: Im Jahr 2003 waren bis Jahresende insgesamt 1.463 neue Kameramodelle vorgestellt worden.2000
  • Am 24. Januar geht um 12:00 Uhr mit N24 der zweite Nachrichtensender Deutschlands auf Sendung.
  • Premiere erweitert sein Paket am 10. Februar um Goldstar TV, einen Schlagermusiksender. Im Herbst 2000 wurde mit der Netzeitung in Deutschland eine der ersten reinen Internetzeitungen gegründet. Sie verzichtete auf die Verbreitung und den Verkauf von Druckerzeugnissen; stattdessen lieferte sie unter anderem Content für Lokalzeitungen.

2001

  • Am 1. September des Jahres geht 9Live, Deutschlands erster Quizsender, auf Sendung.
  • Am 1. März des Jahres startet RTL Shop, der erste Homeshopping-Kanal der RTL Group in Deutschland.
  • Der zweite reine Musiksender der Viacom, MTV 2 Pop, startet am 1. Mai sein Programm in Deutschland und ersetzt VH-1.
  • 7. Mai: Start des Infotainmentkanals XXP (heute: DMAX).
  • Am 7. September startet der internationale britische Fernsehsender BBC Canada in Kanada.
  • Mit einem einzigen Glasfaserkabel konnten mehr als 10 TeraBits pro Sekunde übertragen werden (15 Millionen ISDN-Kanäle parallel)
  • Durch die immer stärker zunehmende Popularität Neuer Medien wie Blogs, Newsfeeds und Podcasts wurden nach 2001 auch traditionelle Medien auf die neuen Darstellungsformen aufmerksam und nutzen sie crossmedial zur Cross-Promotion.

2002

  • Der australische Sender ABC Asian Pacific geht auf Sendung.
  • Am 7. Januar wird aus VIVA Zwei VIVA Plus.
  • Am 11. Februar startet der britische Fernsehsender CBBC Channel in Großbritannien, ebenso CBeebies.
  • Am 28. April um 22:00 Uhr beginnt die Sendung des zweiten Tele 5.
  • Im Juli startet der internationale britische Fernsehsender BBC Food.
  • Der Fernsehsender Rialto Channel geht in Neuseeland im November auf Sendung.
  • Am 23. Dezember geht der schwedischsprachige Kindersender Barnkanalen auf Sendung.
  • Start von BBC Four im Vereinigten Königreich, Nachfolger des zuvor eingestellten BBC Knowledge.
  • Start des digitalen terrestrischen Fernsehens DVB-T in Deutschland (startete in Berlin im Herbst), der ersten regulären DVB-T Ausstrahlung in Europa.
  • Zusammenbruch des „Kirch-Imperiums“ (Leo Kirch).
  • Die Spezifikationen für die Blu-ray Disc wurden am 19. Februar 2002 durch die neun Unternehmen der Blu-ray Group, Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung, beschlossen; dieser Gruppierung schlossen sich

2003

  • Start von BBC 3 am 9. März des Jahres im Vereinigten Königreich, Nachfolger des zuvor eingestellten BBC Choice, ebenso startet an diesen Tag der schwedischsprachige Privatsender TV4 Plus in Schweden.
  • Der britische Fernsehsender UK.TV geht im November auch in Neuseeland auf Sendung.

2004

  • Am 1. März des Jahres startet Premiere den ersten Sender Deutschlands, mit dem 24 Stunden am Tag Menschen beobachtet und gefilmt werden (Big Brother).
  • Start von DVB-T in Österreich, zunächst nur in Graz.
  • Am 1. Juni geht Deutschlands erster Astrologie-Kanal auf Sendung: Astro TV.
  • Im November startet der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland sein erstes digitales Bezahlfernsehangebot mit über 30 Sendern.
  • Der erste Sender Deutschlands, der sich 24-stündig rund um das Thema Essen und Trinken dreht, wird gestartet: TV Gusto.
  • Am 15. September übernimmt terranova mit einem Natur- und Tierfilmangebot um 5:30 Uhr die Frequenzen von Onyx.
  • Am 1. Dezember Start des internationalen britischen Fernsehsenders BBC Japan in Japan.
  • Seit November 2004 läuft mit Wikinews auch der Versuch, eine offene, Wiki-basierte Nachrichtenplattform zu etablieren.

2005

  • Digitalkameras werden seit Anfang des 21. Jahrhunderts zunehmend in andere Geräte integriert: Viele Mobiltelefone besitzen seit 2005 eine eingebaute Digitalkamera. Für Personal Digital Assistants sind externe Handy-Module verfügbar, oder eine einfache Digitalkamera ist in den PDA integriert. Video-Camcorder besitzen Fotofunktionen, die ähnlich wie Digitalkameras arbeiten und umgekehrt verfügen zunehmend Digitalkameras über die Fähigkeit, Videosequenzen (Movies, Videos) guter Qualität aufzuzeichnen.
  • Am 5. März startet der digitale Fernsehsender ABC2 in Australien.
  • Am 29. September startet Das Vierte als weiteres privates Programm mit einem Spielfilmangebot in Deutschland. Der Sender hat die amerikanische NBC als Mutterkonzern.
  • Am 12. September um 6:00 Uhr geht Nick als deutsche Version des Kindersenders Nickelodeon auf Sendung. Bereits in den 1990er-Jahren existierte eine deutsche Nickelodeon-Version.

2006

  • 1. September: Aus XXP wird DMAX.
  • Am 18. September geht das CW Network auf Sendung, eine Fusion aus dem United Paramount Network und The WB, die beide ihren Sendebetrieb einstellten.
  • Am 26. Oktober werden alle Grundnetzsender in Österreich auf DVB-T umgestellt, wobei es keine oder nur eine sehr kurze Umstellungsphase mit analogem Parallelbetrieb gibt.
  • Nach über 22 Jahren Programmbetrieb und 24 Jahren seines Bestehens wird der erste deutsche Regional und Privatsender Freising im Bild Ende 2006 eingestellt.

2007

  • Am 15. Januar startet die deutsche Version von Comedy Central.
  • Am 10. Juli stellt terranova seinen Sendebetrieb aus wirtschaftlichen Gründen ein.
  • Ab Mitte 2007 war ein Pilotprojekt zur individuellen Tageszeitung geplant, bei der der Nutzer die dann gedruckten Inhalte weitestgehend selbst bestimmen können soll.
  • Die Kassette wird aufgrund fortgeschrittener Technik immer mehr vom Markt verdrängt. In den meisten Ländern Lateinamerikas, Afrikas, und West- und Südasiens erscheint auch 2007 noch der Großteil aller Musik auf Kassette, da Kassettenrekorder im Vergleich zu Plattenspielern einfacher zu bedienen und billiger sind, und vor allem ohne patentierte und nur in Industrieländern produzierte Spezialelektronik gebaut und repariert werden können.

2008

  • Der Journalismus befindet sich in einer weiteren Umbruchphase. Das Aufkommen des Online-Journalismus in den 1990er-Jahren sorgte für eine Revolution innerhalb der Disziplin, deren Konsequenzen noch nicht voll absehbar sind. Aus dem Online-Journalismus stammt auch die Erfindung des User Generated Content.
  • Der Internet-Boom führte zu einem weiteren Phänomen: Da auf einmal jeder Benutzer schnell durch das Schreiben einer eigenen Homepage Information in alle Welt verbreiten konnte, sorgte er für ein rasantes Ansteigen der Publikationen mit journalistischer Anmutung. Die Grenzen zwischen professionellem Journalismus und der Aktivität von Amateuren verschwimmen auf den ersten Blick. Viele Online-Medien - und auch die Internetpräsenzen der traditionellen Medien - binden etwa Weblogs oder sogar Wiki-Elemente in ihre Angebote ein, andere lassen ihre Texte von den Lesern kommentieren oder besitzen Diskussionsforen. Einige Medien werden mittlerweile sogar von den Lesern selbst verfasst; bekannte Vertreter sind Indymedia, das deutsche Informationsportal grin, das koreanische Onlinemagazin Ohmy News und das zur Wikimedia Foundation gehörende Wikinews, außerdem kam am 6. Juni 2006 die Readers Edition der netzeitung dazu. Dabei sind Laienreporter bei etablierten Medien von Bürgerjournalisten mit ihren eigenen Medienformaten zu unterscheiden.
  • Mit dem Aufkommen des Internet kam es zu einer Renaissance des Meinungsjournalismus, da jeder Internet-Nutzer per Website oder Blog zu beliebigen Themen ohne besondere Kosten Stellung nehmen konnte. In vielen Online-Magazinen findet man eine Mischung aus Meinungsjournalismus und interpretativem Journalismus, da es bei solchen Publikationen verführerisch ist, die eigene Sicht der Dinge darzustellen. Diese Entwicklung wird von Verfechtern des Journalismus als Hort der objektiven Berichterstattung mit Sorge beobachtet. Befürchtet wird eine Polemisierung im Journalismus, während die Recherche und das Darstellen verschiedener Standpunkte nebeneinander in den Hintergrund zu rücken droht.
  • Die Vielfalt von Angeboten hat den Nachteil, dass die Information insgesamt unübersichtlicher und die Aufmerksamkeit oft auf Banalitäten gelenkt wird. Das Aufkommen des Online-Journalismus führt zu einer steigenden "Informatisierung" der Gesellschaft. Gleichzeitig nimmt die Kommunikation in der Gesellschaft zu.

2010

  • Bis 2010 soll das Fernsehen in Deutschland komplett von analoger auf digitale Übertragung umgestellt sein. Die Europäische Kommission fordert von den Mitgliedstaaten die Abschaltung des analogen Rundfunks bis Anfang 2012. Deutschland hat sich verpflichtet, den analogen Rundfunk (darunter auch UKW, Mittelwelle) bis 2010 abzuschalten. Als technischer Nachfolger für den analogen Hörfunk (UKW) ist DAB geplant, das sich bislang allerdings beim deutschen Verbraucher noch nicht durchsetzen konnte. Für Mittelwellensender wurde DRM als Alternative entwickelt
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